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Zeckengefahr wird von der Pharmaindustrie übertrieben

Artikel von Prof. Alexander S. Kekule (Medizinische Mikrobiologie in Halle) im Tagesspiegel vom 09. Mai 2007 in der Rubrik "Was wissen schafft".

Neben der Beschreibung der Lebensweise der "kleinen Vampire", deren Vorgehen bei der Blutmahlzeit und der Übertragung von Krankheitserregern geht der Autor kritisch mit der "derzeitigen Zeckenhysterie" um, die "vollkommen übertrieben" ist.

Zur Lyme-Borreliose merkt Prof. Kekule an, dass "rechtzeitig verabreichte Antibiotika nahezu alle Patienten heilen. Schuld an problematischen Verläufen sind fast immer achtlose Patienten und schlecht ausgebildete Ärzte."

Die aktuell in den Medien immer wieder auftretende Schlagzeile: "Impfstoff wird knapp" diskutiert der Autor kontrovers - besonders hinsichtlich der von der Pharmaindustrie geschalteten Werbung für den FSME-Impfstoff, denn "die FSME verläuft bei Erwachsenen in rund 70 Prozent der Fälle ohne Symptome und auch sonst fast folgenlos. Die gefürchteten Hirnschäden treten bei weniger als einem Prozent, meist älteren Patienten auf. Bei Kindern ist die FSME praktisch immer harmlos..."

Somit "braucht der Mensch gegen Zeckenkrankheiten vor allem drei Dinge: Ein wachsames Auge, eine spitze Pinzette und eine ruhige Hand."

Auch bei Tagesspiegel online nachlesbar. ST

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