Ein Thema - Zwei Meldungen - Zwei "Welten"
Märkische Allgemeine vom 21.07.07: "Bloß keine kurzen Hosen tragen - Wegen des kurzen Winters droht vermehrt Gefahr durch Zecken" von F.H.Köser; Morgenpost vom 23.07.07: "Impfstoff gegen Zecken bleibt knapp in Berlin" dpa
Beide Artikel beschäftigen sich mit der FSME-Schutzimpfung und gleichzeitig mit den beiden durch Zecken übertragenen Krankheiten.
Im MAZ-Artikel wird die Sprecherin des Landkreises Oberhavel mit folgenden Worten zur FSME-Impfung zitiert: "... möglicherweise täusche die Impfung einen falschen, vermeintlich umfassenden Schutz gegen Zecken... vor". Über den Sinn einer FSME-Schutzimpfung in Brandenburg wird hier kritische berichtet und der vorbeugende Schutz vor Zeckenstichen und damit vor Borreliose angerissen.
Ganz anders die dpa-Meldung in der Morgenpost... Hier "bleibt der Impfstoff gegen die von Zecken übertragenen Krankheiten noch mehrer Monate knapp..." !??? Zum Glück wird unten dann doch nur noch die FSME in Zusammenhang mit der Impfung erwähnt und von der Borreliose unterschieden. Leider werden präventive Maßnahmen gar nicht besprochen. ST
Leserbrief der BIBB in der Berliner Morgenpost:
Impfhysterie ist übertrieben
Zum Artikel "Impfstoff gegen Zecken bleibt knapp in Berlin" vom 23. Juli Die schlechte Nachricht vorweg: Es gibt keinen "Impfstoff gegen Zecken" - nur gegen die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME), und dafür ist, und hier die gute Nachricht, die Region Berlin-Brandenburg kein Risikogebiet! Für Menschen, die in Nicht-Risikogebieten wohnen und auch keine Reisen in die vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Gebiete unternehmen, besteht keine Notwendigkeit zur Impfung. Die leider auch durch solche Überschriften wie zu diesem Artikel verbreitete Impfhysterie ist stark übertrieben. Hier wird dem weitverbreiteten Irrtum "gegen Zecken kann man sich doch impfen lassen" wieder Nahrung gegeben. Zum Glück wird dies im Text dann doch noch etwas revidiert und zwischen den beiden durch Zecken übertragenen Krankheiten FSME und Borreliose unterschieden. Da man sich gegen Borreliose nicht impfen lassen kann, sind entsprechende Schutz- und Verhaltensmaßnahmen das Mittel der Prävention.

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