Zeckenstiche nicht unterschätzen und verharmlosen
Erklärung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung Wolfgang Zöller
"Für eine bessere medizinischen Betreuung bei Lyme-Borreliose ist eine gezielte Fachausbildung der Ärzte erforderlich. Bislang fehlen belastbare klinische Studien, die die Weiterbildung der Ärzte erleichtern könnten.
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Alle Beteiligten – Ärzte, Forscher, Patienten, Selbsthilfegruppen, Kassen – gehören an einen Tisch.
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Der Patientenbeauftragte plädiert zudem dafür, die Meldepflicht für die Borreliose auch auf die westlichen Bundesländer auszudehnen."
Die komplette Meldung finden Sie unter http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2010/08/2010-08-13-zeckenbisse.html
Nachtrag:
Ein wesentlicher Punkt der Meldung, dass Selbsthilfegruppen stärker einzubeziehen sind und dies auch gesetzlich zu regeln sei, findet in medizinischen Fachkreisen wenig Unterstützung. So wird im Focus (34/2010) Dr. R. Kaiser von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie zitiert, der die Selbsthilfegruppen stark kritisiert und den Patientenbeauftragten unkritische Übernahme von Infomaterialien der Selbsthilfegruppen vorwirft.
Weiterhin wird die Aussage von W. Zöller zu den chronischen Verläufen von anderen Experten als bedenklich eingeschätzt, da aufgrund von Fehldiagnosen monatelange falsche (Antibiotika)-Therapien bei Erkrankungen wie Rheuma oder Depressionen angewandt werden.

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