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Die irrationale Angst

Gefahren durch Zecken werden häufig überschätzt - Artikel von Angela Stoll im Neuen Deutschland.

In diesen Tagen melden sich in Kinderarztpraxen oft aufgelöste Eltern mit der Nachricht: »Mein Kind hat eine Zecke!« Sie befürchten das Schlimmste… Doch die Gefahren sind weit geringer als von vielen Menschen angenommen...

 

Bzgl. Borrelien und Borreliose ist Panik fehl am Platz. »Nur ein Bruchteil der Infizierten wird tatsächlich krank« wird der Leiter des NRZ für Borrelien Dr. Fingerle zitiert. Hingewiesen wird auch auf die gute Behandelbarkeit der Borreliose. 

 

Angesichts dieser Tatsachen spricht der Münchner Kinderarzt Steffen Rabe von einer »irrationalen Angst, die regelmäßig jedes Frühjahr hysterische Züge annimmt«.

 

... dass das Risiko offensichtlich gewaltig überschätzt wird, zeigte eine Umfrage unter rund 8000 Eltern von Schulanfängern in Bayern: Die Befragten sollten die Bedrohung durch 40 verschiedene Umweltrisiken für ihr Kind bewerten. Zecken wurden von den Eltern als zweitgrößtes Risiko eingestuft. Experten nannten die Blutsauger dagegen nur an 19. Stelle.

 

Über die Gründe für diese Überschätzung können Experten nur mutmaßen. Eine Rolle spielen möglicherweise eine Art „Naturentfremdung“, die Angst vor Spinnen aber auch die von den Herstellern von FSME-Impfstoffen geschürten Ängste.

 

Trotzdem des kritischen Untertons ist der Artikel nicht „verharmlosend“, sondern erklärt die Gefahren, die von Zeckenstichen ausgehen und weist auf mögliche Präventivmaßnahmen hin.

 

Ein Artikel, der sich sehr positiv aus den üblichen saisonalen Medienberichten hervorhebt.

 

Nachlesbar im online-Angebot der Zeitung

 

(ST)

 

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