Kontroverse Diskussion nach einem Artikel über Zecken/Borreliose
Zusammenfassung von U. Hildebrandt auf newsclick.de - Braunschweiger Zeitung, Wolfsburger Nachrichten, Salzgitter Zeitung
Arzt: Bei Borreliose gibt es klar strukturiertes Vorgehen:
"Die Richtlinien für die Behandlung von Borreliose sind sehr scharf und sehr eindeutig formuliert", stellt Dr. Rainer Prönneke auf Nachfrage ... klar. Der Chefarzt am Braunschweiger Marienstift will einer Verunsicherung von Patienten entgegen wirken.
Es gestaltet sich in Einzelfällen lediglich schwierig, eine zweifelsfreie Diagnose zu stellen. "Wenn aber die Entscheidung für eine Behandlung gefallen ist, dann gibt es ein klar strukturiertes Vorgehen", sagt Prönneke. So würden beispielsweise für wenige Wochen Antibiotika verabreicht.
Kammer warnt vor selbsternannten Spezialisten:
Dr. Hubert Binkhoff, Vorsitzender der Bezirks-Ärztekammer, warnt vor selbsternannten Spezialisten. Die Borreliose-Behandlung gehöre zum normalen Spektrum eines jeden Hausarztes. "Die aufgeführte Behauptung, dass es sogar finanzielle Interessen gäbe, über Fehldiagnosen wie Rheuma lukrativere Behandlungen vorzunehmen, ist infam. Die ärztliche Behandlung erbringt aufgrund der Bezahlung nach Pauschalen für eine Borreliose- wie für eine Rheumaerkrankung das selbe Honorar."
Binkhoff erklärt, dass die Erforschung der Borreliose noch nicht abgeschlossen sei und es daher unter Medizinern tatsächlich rege Diskussionen gebe. Er versichert aber, dass jeder Arzt bemüht sei, durch eine korrekte Diagnosestellung eine für den Patienten richtige Behandlung anzubieten. "Bei der Borreliosekrankheit werden wegen rheumaähnlicher Muskel- und Gelenkschmerzen zur Schmerzbehandlung korrekterweise auch Antirheumatika eingesetzt."
Patient: Man sollte diese Krankheit niemals auf die leichte Schulter nehmen:
Der von der Rentnerpartei bekannte Walter Bromberger spricht von einem hochinteressanten Bericht in unserer Zeitung. Er erzählt von eigenen Borreliose-Erfahrungen und kommt zu dem Schluss: "Man sollte eine Borreliose niemals auf die leichte Schulter nehmen. Es müssen mehr Gelder für die Forschung zu diesem Thema bereitgestellt werden." Am schwersten sei, die Krankheit erstmal zu erkennen.
Den Artikel finden Sie hier . ST

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