Exotische Zecken-Arten bringen neue Risiken
Neues von Auwaldzecke & Co. - Berliner Morgenpost (18.04.09)
Die Gesundheitsrisiken durch Zecken steigen, da sich immer mehr exotische Arten auch in Brandenburg ansiedeln und diese noch unbekannte Krankheitserreger übertragen können.
Dr. T. Talaska (Leiter des Instituts für durch Zecken übertragbare Krankheiten in Brieskow-Finkenheerd): "Die aus Südeuropa stammende Auwaldzecke hat sich inzwischen bei uns etabliert. Sie trägt häufig Erreger von Fleckfieber in sich. Sie wartet nicht in Büschen oder Hecken, bis sie sich an ihr Opfer anstreifen kann, sondern greift gezielt an." Exemplare wurden vor allem im Raum Potsdam-Mittelmark sowie in der Region zwischen Königs Wusterhausen und Erkner gefunden.
Die Auwaldzecke, dreimal so groß wie der Holzbock und mit weißem Schild und dunklen Flecken, wurde 2005 erstmals in den Wäldern um Königs Wusterhausen entdeckt.
Vor zwei Jahren wurde in Brieskow-Finkenheerd eine Zecke entdeckt, die längere Beine und eine hellere Färbung als der herkömmliche Holzbock hatte. Die als Reliktzecke identifiziert wurde, eine bisher ausschließlich aus Osteuropa bekannte Zeckenart. Neu in Deutschland, aber noch nicht in Brandenburg, ist die Hyalomma-Zecke, eine mediterrane Art, die durch ihre rot-gelb geringelten Beine auffällt und hämorrhagisches Fieber übertragen kann. Nach Schilderungen von Bundeswehrangehörigen, die bei Auslandseinsätzen mit der Hyalomma-Zecke Bekanntschaft machten, ist diese Art noch flinker als die Auwaldzecke.
Nachzulesen u.a. in der Berliner Morgenpost

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