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Die ewige Krankheit

Am 6. Juni fasste Brigitte Zander von Spiegel online Ergebnisse einer bemerkenswerten epidemiologischen Langzeitstudie im baden-würtembergischen Kraichtal zusammen.

Seit 1997 beobachtet der Landarzt PD Dr. Dieter Hassler rund 4000 Patienten in seiner Versorgungsregion dem Kraichtal in Baden-Würtemberg. Er kam zu der Erkenntnis, dass jeder Patient der Antikörper trägt auch an einer Borreliose spätestens nach 8 Jahren erkrankt. Interessant ist die Meinung von Dr. Hassler, dass bei einer prophylaktisch entdecktem Borrelien-Antikörper nicht sofort therapiert werden sollte. Nach seinen Erfahrungen sollten erst nach dem Auftreten von Symptomen Antibiotika eingestzt werden. Eine wesentliches Ergebnis der Langzeitstudie aber ist die Bestätigung, dass Vorbeugen besser ist als Heilen. Die rechtzeitige Entfernung der Zecken (innerhalb eines Tages) führte zu einem deutlichen Rückgang der Neuinfektionen von 500 pro 100.000 Einwohner auf 100.

Wir dürfen gespannt sein, wann die Daten der Studie in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht werden. Die Daten wurden vorab auf einem Internistenkongress in Wiesbaden vorgestellt.

Kritisch muss allerdings angemerkt werden, dass die Gefahr einer Schmierinfektion bei unsachgemäßer Zeckenentfernung extrem niedrig ist, zumal bei rechtzeitiger Entfernung die Zecke ihren Saugakt noch gar nicht begonnen hat. Erst dann vermehren sich die Borrelien im Mitteldarm der Zecke und das Risiko einer Ansteckung steigt.

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