Zeckenstich und Vorbeugung
Die Zecken warten still sitzend auf Blättern, Zweigen oder an Gräserspitzen in einer Höhe bis 1 m auf ihre Beutetiere.
Für die Beutefindung und die Aktivierung besitzen die Zecken ein spezielles Sinnesorgan (Chemorezeptor, das Hallersche Organ), das von den Wirts- bzw. Beutetieren abgegebene Stoffe wie z.B. Kohlendioxid erkennt.
Die Zecken lassen sich von Tieren und Menschen abstreifen und suchen auf ihnen innerhalb von Stunden warme, feuchte, gut durchblutete Stellen (z.B. Hals-, Arm- und Kniebeugen, Leisten- und Schamregion, Ohren, behaarte Kopfhaut) auf.

- Meiden Sie Risikogebiete (Unterholz, Wildwechsel, Gebüsche, hohes Gras, Waldwege nicht verlassen).
- Tragen Sie geeignete Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt (helle Kleidung, da sich darauf die Zecken besser erkennen lassen; geschlossenes Schuhwerk; lange Hosen; Socken über die Hosenbeine tragen).
- Benutzen Sie insektenabweisende Mittel.
- Setzen Sie sich nicht ungeschützt auf den Boden.
- Haustiere sollten ein Zeckenhalsband tragen oder ebenfalls mit insektenabweisenden Mitteln durch den Tierarzt behandelt worden sein.

Nach dem Aufenthalt in Wäldern oder anderen Zeckenbiotopen:
- Suchen Sie Ihren Körper besonders unter den Armen, zwischen den Beinen, am Nabel, Hals, dem Haaransatz und hinter den Ohren ab.
- Duschen Sie gründlich, damit noch nicht festgesaugte Zecken abgewaschen werden.
- Suchen Sie Ihre Kleidung ab.
- Waschen Sie die getragene Kleidung oder behandeln Sie diese im Trockner.
Entfernung von Zecken:
Richtig: Zecken sollten sofort mit einer feinen Pinzette entfernt werden.
Die Zecke wird dabei so nah wie möglich an der Haut erfasst und vorsichtig herausgezogen.

Falsch: "Hausmittel" - Bestreichen mit Öl, Butter, Klebstoff oder Nagellackentferner, Abbrennen oder Quetschen.
Quetschen Sie die Zecke nicht!

